Die 6 häufigsten Fehler bei der Vermietung von Lagerhallen 

 

  • Die Halle schlecht präsentieren - Im Markt für Gewebeimmobilien werden die meisten Fragen vor dem Besichtigungstermin per E-Mail und Telefon geklärt. Es ist daher wichtig, die Halle im Exposé so realistisch wie möglich zu beschreiben. Werden Mängel oder Nachteile beschönigt, wird das früher oder später ans Tageslicht kommen und der potenzielle Mieter springt mit negativen Reaktionen ab. Werden andererseits nicht alle Potenziale der Halle erfasst, gehen vielleicht Interessenten verloren. Hierzu gehören technische Potenziale genauso wie baurechtliche (24/7 Nutzung, I-Gebiet u.a.) und wirtschaftliche (z.B. niedrige Nebenkosten). Denken Sie übrigens immer an die Pflichtaufgaben des Energieausweises, wenn Ihre Halle beheizt ist. Anderenfalls riskieren Sie Abmahnungen und schmerzhafte Bußgelder. 

 

  • Kein klares Vermarktungskonzept verfolgen - der häufigste Fehler in diesem Zusammenhang ist wohl der, mehreren Maklern gleichzeitig die Vermietung der Halle zu gestatten ohne deren Aktivitäten klar zu steuern. In der Folge wird das Objekt „über den Markt getrieben“. Kommt es hierbei nicht zu einem schnellen Zufallserfolg, dann bekommt das Objekt einen schlechten Ruf. Im schlimmsten Fall wird einem Interessenten das Objekt parallel von verschiedenen Maklern mit verschiedenen Provisionssätzen angeboten. Das Objekt „verbrennt“. Ist das passiert, hilft nur ein kompletter Neustart in der Vermarktung.  Erstellen Sie im Vorfeld eine klare Vermarktungsstrategie und legen Sie fest, welche Aktivitäten Sie durchführen möchten. Legen Sie ggf. ein Budget fest.  Vermeiden Sie unbedingt, dass Sie die Kontrolle über die Vermarktung verlieren. 

 

  • Unprofessionelle Mietverträge verwenden - oft sind Mietverträge vom Vormieter vorhanden oder der Vermieter greift auf Vorlagen aus dem Internet zurück. Hierbei ist äußerste Vorsicht geboten. Die Rechtsprechung ist im Fluss, manche Vorlage ist veraltet und es kann im Streitfall zu bösen Überraschungen kommen. Sie müssen den Vertrag nicht zwingend von einem Fachanwalt erstellen lassen. Eigentümer- oder Immobilienverbände bieten für kleines Geld rechtssichere Vorlagen. 

 

  • Die Bonität der Interessenten nicht ausreichend prüfen - Manche Vermieter verzichten gänzlich auf eine Bonitätsprüfung der Interessenten und verlassen sich auf ihr „Bauchgefühl“. Ganz sicher ist es wichtig, dass die „Chemie“ zwischen Mieter und Vermieter stimmt, schließlich binden Sie sich gegenseitig vertraglich für einen längeren Zeitraum. Dennoch sollen Sie alle verfügbaren Informationen nutzen, um sich von Ihrem künftigen Mieter ein Bild zu machen.  Nutzen Sie zum Beispiel Auskunfteien oder das Handelsregister. 

 

  • Den Mietpreis falsch einschätzen - Wird der Preis zu niedrig angesetzt, verschenken Sie womöglich Geld, auch wenn die Vermietung schnell gelingt. Folgenschwerer ist ein zu hoher Mietansatz. Der Betrachter sortiert das Objekt dann als „zu teuer“ aus uns sucht weiter. Selbst wenn das Objekt später im Preis korrigiert wird, ist der Interessent meistens verloren. Entweder er hat ein anderes Objekt angemietet oder er erfährt gar nicht, dass es eine Preiskorrektur gibt. Informieren Sie sich daher im Vorfeld umfassend über den Marktpreis ihrer Immobilie. Recherchieren Sie dazu in den Immobilienportalen oder nutzen Sie den Marktpreisspiegel, zum Beispiel den IVD Marktbericht für gewerbliche Immobilien.
  • Sich zu sehr auf das Internet verlassen - Es ist richtig, die Präsentation Ihrer Halle in den gängigen Portalen gehört zum Pflichtprogramm. Nutzen Sie die etablierten Portale (ImmoScout24, Immowelt, Immonet u.a.) und auch verhältnismäßig neue Portale, wie IVD24immobilien oder eBay Kleinanzeigen. Jedoch reicht die Präsenz in den Portalen alleine nicht aus. Nach unserer Erfahrung erfolgen mehr als 50% der Vermietungen „offline“ aufgrund von am Markt kursierenden Suchanfragen.  

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